Hausärztliche Gemeinschaftspraxis

Drs. med. Hans-J. Herr, Carmen Ramm u. Martin Wetzel

Fachärzte für Allgemeinmedizin

WICHTIGE INFORMATIONEN Zur Ausbreitung des CORONAVIRUS (SARS-CoV-2)




(Stand: 26.April 2020)

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,
die Entwicklung und weitere Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) bestimmt weiterhin unser Tagesgeschehen und verlangt uns allen viel ab. Dies erfordert auch -hier vor Ort und überall sonst in der Welt- beinahe täglich Anpassungen an die Empfehlungen und das Vorgehen.
Das gilt gleichermaßen für den medizinischen wie auch im nicht-medizinischen Bereich.
Was anfangs richtig und geboten war, ist möglicherweise heute schon nicht mehr sinnvoll oder nicht mehr ausreichend.
Sicher ist, dass uns Corona noch eine ganze Weile beschäftigen wird, und wir sind besorgt, dass es erneut zu einem dramatischen Anstieg der Infektionszahlen kommen wird, wenn jetzt schrittweise die Beschränkungen aufgehoben werden sollen.
Man wird erst dann ernsthaft ENTWARNUNG geben können, wenn ein Impfstoff vorhanden ist und in ausreichendem Maß für die Bevölkerung zur Verfügung steht!

Wir, Ihr Praxis-Team "Ärzte am Bärenplatz" tun alles, was in unserer Macht steht, um diese Krise in den Griff zu bekommen - so wie Wissenschaftler, Mediziner und Pflegende überall in der Welt in anderen Praxen und Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsinstitutionen. Aber das alleine wird nicht reichen.
Vernunft, Besonnenheit und Rücksichtnahme jedes Einzelnen sind jetzt von größter Wichtigkeit.
Und das heißt zuallererst:

Bleiben Sie zu Hause und halten Sie Abstand von anderen Menschen!

Unterstützen Sie uns dabei und erklären Sie es denen, die es (noch) nicht verstanden haben oder verstehen wollen!Nur wenn alle mitziehen, wird die Infektionsrate abflachen und wir können bald wieder zu unserem gewohnten "normalen" Leben zurückkehren.

Wir versuchen Sie nachfolgend mit allen für Sie wichtigen Informationen auf einem aktuellen Stand zu halten.

Mit der "Sechsten Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung" (www.baden-wuerttemberg.de) vom 23. April 2020 hat die Landesregierung vorsichtige Lockerungen u.a. im Bereich von Wirtschaft und Krankenhäusern beschlossen:
"Das Vorgehen orientiert sich am Schutz der Gesundheit und steht gleichzeitig im Einklang mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen", so die Mittteilung der Landesregierung.
Das Abstandsgebot und die Kontaktbeschränkungen bleiben aufrechterhalten, einschließlich des Verzichts auf private Reisen und Verwandtenbesuche und Weiteres.

Ergänzend wird ab dem 27. April 2020 neu vorgegeben, in der Öffentlichkeit, "insbesondere" im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel, wo das Abstandsgebot im Alltag praktisch nicht eingehalten werden kann, sogenannte (nicht-medizinische) Alltagsmasken zu nutzen.
Dies gilt somit auch für die ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen.

Damit wird der Regelbetrieb ärztlicher und psychotherapeutischer Praxen, d.h. auch die Versorgung mit elektiven Leistungen, wie Vorsorgen und ambulante Operationen, wieder zulässig.
Aber nur dann, wenn die erforderlichen Hygienestandards eingehalten werden können und die erforderliche Schutzausrüstung in ausreichendem Maß zur Verfügung steht.

Damit Sie sich und andere nicht mit dem Coronavirus anstecken und somit die Sicherheit für Sie, für die anderen Patienten und auch für uns zu gewährleisten, gilt bis auf Weiteres für unsere Praxis:

Kommen Sie bitte auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung in unsere Praxis. Alle, die unangemeldet in der Praxis erscheinen, müssen wir leider bitten, wieder nach Hause zu gehen und zu einem vereinbarten Zeitpunkt wiederzukommen. Wir müssen durch gezielte Terminplanung dafür sorgen können, dass sich nicht zu viele Patienten gleichzeitig in der Praxis befinden.
• Bitte schützen Sie sich selbst, Mitpatienten und unser Personal, indem Sie mindestens 1,5 m Abstand einhalten und einen Mundschutz tragen, wenn Sie die Praxis betreten.
• Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz aus Stoff oder ein um Mund und Nase gebundenes Halstuch ist hierfür ausreichend.
• Wenn sich bereits Personen vor der Anmeldung, bzw. 4 Personen im Wartezimmer befinden, müssen wir Sie leider bitten draußen zu warten oder zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen.
• Vor und in der Praxis gilt -wie zurzeit überall- weiterhin: ABSTAND HALTEN! Bitte halten Sie größtmöglichen Abstand zu anderen Patienten und den Mitarbeitern der Praxis (ca. 2 m).
• Kommen Sie bitte pünktlich zu dem Ihnen individuell genannten Termin, nicht früher und nicht später.
• Bitte betreten Sie die Praxis einzeln und nur nach Aufforderung und nach Möglichkeit mit einem eigenen Mundschutz.
• Wenn die Praxis nicht alleine aufgesucht werden kann: bitte immer nur eine Begleitperson mitbringen.
• Benutzen Sie bitte nach Betreten der Praxis die Händedesinfektionsspender, die in der Praxis aufgestellt sind.
• Jacken/Kleidungsstücke werden bitte an der Garderobe aufgehängt, Sie können sie nicht mehr mit in die Behandlungszimmer nehmen.
• Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir Spielzeug und Zeitschriften im Wartezimmer im Moment nicht anbieten.


Die Ausnahmeregelung, dass bei Atemwegsinfektionen eine Krankschreibung für bis zu 7 Tage (eventuell einmalige Verlängerung um eine weitere Woche) nach telefonischer Rücksprache möglich ist, wurde zunächst bis Anfang Mai verlängert.

Alles, was sich telefonisch regeln lässt, bitte zunächst telefonisch besprechen. Denken Sie aber bitte daran, dass im Moment sehr viele Patienten anrufen und die Hauptleitung nicht zu lange blockiert sein darf.

Seit April 2020 können wir Ihnen zusätzlich Video-Sprechstunden anbieten, garantiert ohne Ansteckungsgefahr und für Sie bequem von zuhause aus.


Kontaktieren Sie uns telefonisch unter 07833 965980 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@aerzte-am-baerenplatz.de damit wir das weitere Vorgehen zusammen planen können.

Informationen zur Videosprechstunde >>


• Vereinbaren Sie Termine telefonisch oder online und nutzen Sie bitte unseren Online- und Telefonservice zur Bestellung von Rezepten, Überweisungen u. ä. Bitte geben Sie uns zur Bearbeitung 48h Zeit.
• Risikopatienten sollten mit der Apotheke absprechen, dass man Ihnen Ihre Medikamente nach Hause bringt.
• Bitte beachten Sie, dass die Vorlage der Versichertenkarte zwingend notwendig ist. Sofern ein postalischer Versand gewünscht ist, bitten wir um Vorlage von Briefmarken.

Wir behalten uns kurzfristige Änderungen unserer Praxisabläufe und –zeiten vor, wenn die Situation das erforderlichen machen sollte.
Bereits vereinbarte Termine für die Sprechstunde oder zu Untersuchungen wie z.B. Check-ups oder DMP-Verlaufskontrollen müssen wir dann gegebenenfalls kurzfristig verschieben.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Wege!
Bitte haben Sie Verständnis für diese Maßnahmen - sie dienen zum Schutz aller!

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Sie haben keine Beschwerden, aber Ihr Arbeitgeber, Ihr Arzt oder das Gesundheitsamt rät Ihnen zu Hause zu bleiben und nicht arbeiten zu gehen.
Wenn Sie beschwerdefrei sind, aber dennoch aufgrund einer Quarantäne-Anordnung nicht arbeiten können, bekommen Sie keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, denn Sie sind ja nicht krank.
Stattdessen gibt es eine Entschädigungszahlung vom Staat für Ihren Arbeitgeber.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber.

• Sie haben Erkältungssymptome und Ihr Arbeitgeber möchte, dass Sie zu Hause bleiben.
Wenn ein Mitarbeiter krank ist, muss der Arbeitgeber normalerweise bis zu 6 Wochen Krankengeld zahlen.
Dafür muss sich der erkrankte Mitarbeiter normalerweise innerhalb von 3 Tagen bei seinem Hausarzt vorstellen, der dann entsprechend die Arbeitsunfähigkeit feststellt und eine Bescheinigung darüber ausstellt. Aufgrund der Corona-Pandemie sollen diese Arzt-Patientenkontakte insbesondere bei
Erkältungsbeschwerden aktuell unbedingt vermieden werden.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat sich darum am 09.03.2020 nach Verständigung mit dem Dachverband der Krankenkassen darauf verständigt, dass ab sofort und für vorerst weitere vier Wochen Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung ausgestellt bekommen können, ohne die Praxis aufsuchen zu müssen! Diese Ausnahmeregelung gilt zunächst bis zum 3. Mai 2020.

Deshalb: Telefonieren Sie mit uns. Wir werden Ihnen einige Fragen stellen, bzw. einen Fragebogen per Email übersenden, den Sie bitte ausfüllen und dann an uns zurücksenden und Ihnen dann ggf. eine
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu 7 Tage ausstellen. Diese können Sie dann durch eine gesunde Person abholen lassen oder wir senden sie Ihnen per Post zu.
Wenn wir eine weitere Untersuchung, z.B. einen Coronatest für erforderlich halten, erklären wir Ihnen, wie weiter vorgegangen wird.
Wenn die Beschwerden nach einer Woche noch nicht abgeklungen sind, kann über einen erneuten telefonischen Kontakt über eine Fortsetzung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung entschieden werden.
(siehe dazu: CORONAVIRUS: HINWEISE UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BESCHEINIGUNG DER ARBEITSUNFÄHIGKEIT )

Wenn Sie medizinische Hilfe benötigen

weil Sie
• grippale Beschwerden oder Erkältungssymptome wie bspw. Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur/Fieber, Husten, Schnupfen, Durchfall usw. haben, oder
• Kontakt zu einer Person mit fieberhaftem Infekt, Influenza oder Coronaviren hatten und
• den Verdacht haben, selbst mit COVID-19 infiziert zu sein,

dann kommen Sie bitte NICHT IN DIE PRAXIS!

Patienten, die dennoch mit Erkältungssymptomen unangemeldet in unserer Praxis erscheinen, werden wir bitten, wieder nach Hause zu gehen und uns von dort aus zu kontaktieren.

Bei SARS-CoV-2-Infektionen reicht das Spektrum von leichten Beschwerden wie trockener Husten, Schnupfen, Kratzen im Hals, Fieber und Abgeschlagenheit bis hin zu schweren Symptomen wie hohes Fieber, starkes Krankheitsgefühl, Schmerzen im Brustkorb und Atemnot und es kommt hin und wieder auch zu untypischen Symptomen wie Durchfall oder neurologischen Störungen.
Eine Unterscheidung zwischen einem einfachen grippalen Infekt und einer SARS-CoV-2-Infektion ist allein aufgrund der Beschwerden nicht möglich.
Das Risiko, dass sich alte, schwerkranke oder immungeschwächte Patienten, die dringend auf die hausärztliche Versorgung angewiesen sind, in der Praxis infizieren, wenn zeitgleich Menschen mit grippalen Symptomen und damit einer möglichen COVID-19-Infektion im Wartezimmer oder den Praxisräumen anwesend sind, ist sehr hoch.

Für Patienten mit Atemwegssymptomen vergeben wir gesonderte Termine nur nach vorheriger Absprache.

Nehmen Sie deshalbunbedingt zuerst telefonisch oder per Email Kontakt mit uns auf!

Wir beraten Sie selbstverständlich gern telefonisch und klären dabei auch, ob bei Ihnen eine Testung auf eine Corona-Infektion sinnvoll ist oder nicht. In diesem Fall senden wir ein Überweisungsformular an die Prüfstelle des Gesundheitsamtes, welche sich mit Ihnen in Verbindung setzen wird.

Ohne ärztliche Überweisung wird grundsätzlich kein Abstrich entnommen. Fahren Sie also auf keinen Fall dort hin, ohne vorher mit uns zu sprechen, und rufen Sie auch nicht von sich aus beim Gesundheitsamt an. Das blockiert unnötig deren Telefonleitungen, denn man wird Ihnen dort die gleiche Auskunft geben.

Halten Sie uns, wenn nötig täglich, per Telefon oder Mail darüber auf dem Laufenden, wie es Ihnen geht, damit wir unsere Empfehlungen individuell anpassen können.


Wer wird getestet auf COVID-19?


Wir verstehen den Wunsch der Menschen auf Testung, insbesondere weil dies anfangs sehr im Vordergrund stand und Thema in allen Medien war, als noch keine Infektionen bei uns gemeldet waren und man noch hoffte, die Ausbreitung durch Identifizierung der Virusträger im Griff halten zu können.
Mittlerweile sieht die Situation aber längst anders aus.

Jetzt geht es in allererster Linie darum, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Aus diesem Grund hat die Bundesregierung die Ausgangs- und Kontaktsperren eingeführt - und wir bitten inständig darum, dass Alle diese ernst nehmen und einhalten!

Die Empfehlungen, wer getestet werden soll und wer nicht, sind nicht geändert worden:

Prinzipiell sollten nur Menschen getestet werden, die Symptome aufweisen.

Wenn Sie lediglich Kontakt mit einem nachgewiesen Infizierten hatten, aber symptomfrei sind, wird der Test eine Infektion nicht anzeigen. Wird der Rachenabstrich nämlich zu früh nach der Infektion abgenommen, so zeigt der Test noch nichts an. Der PCR-Test ist zwar sehr empfindlich und äußerst zuverlässig, doch kann er nicht in die Zukunft schauen.
Ein Teil der Infizierten entwickelt gar keine, etwa 80% lediglich leichte Symptome. Eine breite Testung all jener mit Sorge oder leichten Beschwerden wird keinerlei Nutzen bringen, aber die Leistungskapazitäten der Testungsstellen und der Labore überfordern und dazu führen, dass ernsthaft Erkrankte übersehen werden.

Wenn Symptome UND Kontakt mit einem Infizierten zusammenkommen, liegt ein begründeter Verdachtsfall vor. Dann ist ein Test erforderlich.
Testkriterien sind außerdem Symptome UND die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe oder zum medizinischen Personal.

Bitte denken Sie auch daran: ob ein Abstrich gemacht wird oder ob dieser positiv oder negativ ausfällt, ändert überhaupt nichts daran, dass Sie zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen auf ein Minimum reduzieren sollten - insbesondere dann, wenn Sie befürchten, sich infiziert zu haben.
Ein Abstrichergebnis sagt lediglich aus, ob Sie zum Zeitpunkt des Abstrichs "coronafrei" waren oder nicht. Wenn Sie jedoch nicht zu Hause geblieben sind, könnten Sie sich in der Zwischenzeit bis zum Erhalt des Ergebnisses längst auch irgendwo anders infiziert oder selbst andere angesteckt haben.
Außerdem: Ein positives oder negatives Abstrichergebnis ändert nichts an der Therapie. Eine spezifische Therapie gegen das Virus steht nicht zur Verfügung.


Was ist das Coronavirus?

Seit Dezember 2019 sind in Wuhan, der Hauptstadt der zentral-chinesischen Provinz Hubei, vermehrt Fälle von Atemwegserkrankungen durch ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) aufgetreten. Als ursprüngliche Ansteckungsquelle werden Tiermärkte vermutet. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nachgewiesen. Nach einer Inkubationszeit von 2-14 Tagen können Beschwerden auftreten, die stark an eine Grippe oder eine Erkältungserkrankung erinnern: Fieber, Husten, Atemnot.
Wichtig: Sowohl bei der Grippe als auch beim Coronavirus ist eine Ansteckung bereits möglich, bevor Beschwerden auftreten. Mehr dazu finden Sie auf www.bzga.de
Inzwischen hat sich das Virus weltweit, auch in Deutschland, ausgebreitet. Oberstes Ziel ist es jetzt, die Infektionskette wo immer möglich zu unterbrechen und die Ausbreitung zu verlangsamen.

Eine Infektion mit dem Coronavirus verläuft in der Regel nicht anders als andere Infektionen der Atemwege und ist nicht allein aufgrund der Symptome von einer Influenza zu unterscheiden.
Eine spezifische Therapie gegen das Virus steht (noch) nicht zur Verfügung.

Das Risiko, dass Sie am Coronavirus erkrankt sind, ist laut Robert Koch-Institut auch zum aktuellen Zeitpunkt immer noch vergleichsweise niedrig. Viel wahrscheinlicher ist es, dass Ihre aktuellen Beschwerden auf eine Grippe oder eine Erkältung zurückzuführen sind.

Virusinfektionen der Atemwege kuriert man -immer noch!- am besten zu Hause aus.
Bettruhe, eine ausreichende Trinkmenge, Inhalationen und ggf. schleimlösende Mittel aus der Apotheke lindern und bessern die Beschwerden.

Wenn Sie Erkältungssymptome oder Sorge vor einer Infektion haben oder Kontakt zu einem infizierten Patienten hatten, suchen Sie bitte nicht die Praxis auf, sondern nehmen Sie unbedingt zuerst telefonisch Kontakt mit uns, einem Vertretungsarzt oder dem Ärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116117 auf.

Man wird dann eine erste Anamnese erstellen, Ihnen erklären, wie Sie sich weiter verhalten sollen, und die Versorgung in die richtigen Bahnen leiten.

Wenn Sie zu uns in die Praxis kommen, gefährden Sie alle anderen Patienten, insbesondere ältere Menschen und Patienten mit chronischen Erkrankungen und nicht zuletzt auch das Praxisteam.

Schutzmaßnahmen

Grundsätzlich müssen alle dazu beitragen, dass die Ausbreitung des Virus möglichst geringgehalten wird und nur sehr langsam erfolgt.
Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen helfen sowohl vor der Ansteckung mit Grippeviren als auch vor SARS-CoV-2.
Die Übertragung dieser Viren erfolgt über Tröpfcheninfektion, d.h. beim Niesen, Husten, Küssen, Sprechen, Händeschütteln, aber auch über Kontaktflächen wie Türgriffe, Treppengeländer, Einkaufswagen, Bankautomaten o.ä.
• Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife oder reiben Sie sich die Hände mit einem Desinfektionsmittel/alkoholischen Gel ein.
• Meiden Sie alle Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten.
• Wenn es sich nicht vermeiden lässt, z.B. bei notwendigen Einkäufen, vermeiden Sie, wenn Sie außerhäuslich unterwegs sind, den Kontakt Ihrer Hände mit Ihrem Gesicht (Nase, Mund, Augen) und desinfizieren Sie sich die Hände, bevor Sie in Ihr Auto steigen.
• Waschen Sie sich die Hände sofort, wenn Sie nach Hause kommen.
• Halten Sie Abstand (etwa 2m) von erkennbar erkrankten Menschen mit Atemwegsbeschwerden.
• Husten oder niesen Sie mit einem Taschentuch vor Mund und Nase und entsorgen dieses sofort danach im Abfalleimer ODER husten oder niesen Sie in den oberen Teil des Ärmels (um Ihre Handflächen nicht zu benetzen).
• Vermeiden Sie den Kontakt mit Knöpfen im Fahrstuhl, an Bankautomaten u.ä. und drücken Sie diese, wenn es sich nicht vermeiden lässt, nicht mit dem Finger, sondern lieber mit dem Knöchel.
• Lüften Sie mehrmals täglich 10 Minuten Ihre Wohnung (Stoßlüften), das senkt die Virenzahl in der Luft und beugt dem Austrocknen der Schleimhäute von Nase und Mund vor.


Häusliche Isolierung von Corona-(Verdachts)Fällen – wie geht das?

• Unterbringung des Patienten in separatem, gut durchlüftetem Einzelzimmer.
• Patient sollte sich nicht in gemeinschaftlich genutzten Räumen aufhalten. Falls unvermeidlich, für eine gute Durchlüftung dieser Räume sorgen (z.B. mit offenem Fenster).
• Es sollte keine weitere Person im Zimmer des Patienten schlafen. Falls unvermeidlich, sollte der Patient in einem Einzelbett mit mindestens einem Meter Abstand zum nächsten Bett schlafen.
• Anzahl pflegender Kontaktpersonen möglichst geringhalten. Idealerweise übernimmt eine einzige Person die Pflege. Sie sollte in einem guten Gesundheitszustand, frei von chronischen Erkrankungen und nicht immungeschwächt sein.
• Solange Krankheitssymptome und/oder Ansteckungsgefahr bestehen, sollte der Patient keine Besucher empfangen.
• Besorgen Sie sich in Drogerie-Discountern oder Apotheken ein Händedesinfektionsmittel mit viruzider Wirkung (Gel oder Spray auf Alkoholbasis) und platzieren Sie es gut erreichbar am Ausgang des Patientenzimmers.
• Nach jeder Art von Kontakt mit dem Patienten oder seiner unmittelbaren Umgebung sowie beim Verlassen des Patientenzimmers: Händedesinfektion durchführen (3ml Lösung auf die Handflächen, mind. 30 Sekunden einreiben) oder gründlich waschen.
• Nach dem Händewaschen Hände möglichst mit Papier- oder Einmalhandtüchern abtrocknen.
• Alle Familien- und Haushaltsmitglieder sollten generell besonders penibel auf eine einwandfreie Hygiene achten (Händewaschen nach jeder Verunreinigung, vor und nach der Essenzubereitung, nach Mahlzeiten, nach Toilettengang)
• Beim Einkaufen und anderen Erledigungen Türen/Türklinken möglichst mit dem Ellbogen öffnen.
• Patient sollte möglichst dauerhaft eine Atemschutzmaske tragen, die Mund und Nase abdeckt. Falls die Maske nicht toleriert wird oder keine Maske verfügbar ist, Mund und Nase beim Husten oder Niesen mit Papiertüchern oder Taschentüchern bedecken (anschließend sofort entsorgen).
• Im Patientenzimmer sollte die Pflegeperson - falls toleriert und vorhanden – eine Atemschutzmaske tragen, zusätzlich Einmal-Handschuhe um sich vor einer Kontamination mit Körpersekreten zu schützen.
• Atemschutzmasken sollten nur an den Halterungen berührt werden und entsorgt/gewechselt werden, sobald sie durchfeuchtet oder verschmutzt sind.
• Atemschutzmasken und Einmal-Handschuhe sollten nicht wiederverwendet werden.
• Nach jedem Abnehmen von Maske und Handschuhen sollten die Hände desinfiziert werden.
• Patient sollte ein ausschließlich von ihm genutztes Geschirr und Besteck benutzen, das regelmäßig gespült und nur von ihm selbst wiederverwendet wird.
• Falls der Haushalt über zwei Toiletten verfügt, sollte eine davon ausschließlich dem Patienten zur Verfügung stehen.
• Oberflächen im Patientenzimmer (z.B. Nachttisch, Bettgestell, Türgriff) regelmäßig reinigen - Bad und Toilettenoberflächen mindestens einmal täglich.
• Zum Reinigen von Oberflächen zunächst ein handelsübliches Reinigungsmittel und anschließend ein viruzid wirksames Flächendesinfektionsmittel anwenden, das in Drogerie-Discountern oder Apotheken erhältlich ist. Bei der Reinigung sollten eine Maske und Handschuhe getragen werden.
• Waschen Sie Kleidung, Bettwäsche und Handtücher des Patienten mit normalen Waschmitteln bei 60 –90 °C. Verunreinigte Wäsche in einem Wäschebeutel sammeln und so wenig wie möglich berühren (am besten unter Verwendung von Einmalhandschuhen).
• Handschuhe, Masken und andere Hygieneabfälle im Zimmer des Patienten in einem verschließbaren Behälter sammeln und zeitnah entsorgen.
• Achten Sie als Angehörige/Haushaltsmitglieder insbesondere auch darauf, dass Sie nicht mit kontaminierten Gebrauchsgegenständen aus der unmittelbaren Umgebung des Patienten in Berührung kommen (z.B. Zahnbürste, Handtuch etc.). Versuchen Sie während Kontaktphasen auch eine flüchtige Berührung ihres eigenen Gesichts (Augen, Nase) mit den Fingern zu vermeiden.

Stand 27.2.2020 * modifiziert nach: "Home Care for Patients with Suspected Novel Coronavirus (2019-nCoV) infection presenting with mild symptoms and management of contact". Interim guidance (WHO, 4 February 2020); Autoren (in alphabetischer Reihenfolge):
Hanna Kaduszkiewicz, Inst. für Allgemeinmedizin, Universität Kiel Michael M. Kochen, Inst.für Allgemeinmedizin, Universität Freiburg



Weitere Informationen:


• Unter der bundesweiten Rufnummer des Patientenservice 116117 werden ab sofort Fragen zum neuartigen Coronavirus und einer möglichen Erkrankung beantwortet. Anrufer erhalten mittels einer Bandansage die wichtigsten Informationen zu der Infektionskrankheit und Hinweise, wie sie sich im Verdachtsfall verhalten sollen. Auch bei der Vermittlung der richtigen Anlaufstelle, um einen Verdacht abklären zu lassen, hilft die 116117 weiter.
• Auf der Internetseite www.116117.de stehen ebenfalls Informationen bereit, die ständig aktualisiert werden.
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg: Informationen zum Coronavirus
Bundesgesundheitsministerium: Aktuelle Informationen zum Coronavirus
• Das Bundesgesundheitsministerium hat auch ein Bürgertelefonunter der Tel. Nr. 030-346 465 100 eingerichtet (erreichbar Montag -Donnerstag [8 -18 Uhr] und Freitag [8 -12 Uhr]).
• Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI): Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus
FAQ COVID-19
Verhaltensregeln
COVID-19 Informationen in anderen Sprachen

Achtung! Fake News


Fake News verbreiten sich dieser Tage leider oft schneller als das Virus selbst.
Falschmeldungen verbreiten sich Studien zufolge sehr viel schneller als seriöse Nachrichten. Oft sind sie auch schon als wilde Spekulationen im Umlauf, bevor es überhaupt gesicherte Informationen gibt. Das Problem: Sind sie einmal im Internet, kriegt man sie dort kaum mehr weg. So entwickeln Falschmeldungen eine Dynamik, gegen die mit Aufklärung nur schwer anzukommen ist.
Beziehen Sie Informationen zum Virus nur aus vertrauenswürdigen Quellen und hinterfragen Sie Nachrichten, die Sie über soziale Netzwerke erreichen.

Wir empfehlen – neben den bereits genannten Informationsquellen- u.a.

• das regelmäßige "Corona-Update" mit Prof. Christian Drosten: zum Podcast des NDR
• die Webseite der Bundesregierung "Coronavirus in Deutschland"

Das Wichtigste ist immer: Meldungen, Artikel und Bilder nicht einfach teilen und liken, sondern vorher genau hingucken und bestenfalls prüfen, ob da überhaupt was dran ist.
Beziehen Sie Informationen zum Virus nur aus vertrauenswürdigen Quellen und hinterfragen Sie Nachrichten, die Sie über soziale Netzwerke erreichen.


 

 

 

 

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Am Bärenplatz
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