Hausärztliche Gemeinschaftspraxis

Drs. med. Hans-J. Herr, Carmen Ramm u. Martin Wetzel

Fachärzte für Allgemeinmedizin

Grippeimpfung in Corona-Zeiten - das Wichtigste in Kürze

Corona hat unseren Alltag in diesem Jahr geprägt und mitbestimmt. Auch deswegen hat auch der Schutz vor der saisonalen Virusgrippe wieder an Bedeutung gewonnen. Denn eine hohe Zahl an Influenzakranken könnte die derzeitige Situation unter Corona-Bedingungen weiter verschärfen.

In der Zeit von November 2020 bis ca. März 2021 steht auch dieses Jahr wieder die Grippesaison bevor. Wie auch in den letzten Jahren ist es das erklärte Ziel möglichst viele Menschen gegen die Influenza zu impfen. Diese Saison jedoch umso mehr, da gleichzeitig das Corona-Virus weiter aktiv ist. Für die Erkältungssaison 2020/21 stehen rund 25 Millionen Impfdosen gegen Grippe zur Verfügung. Experten sind sich einig: Sie sollten in erster Linie Risikogruppen vorbehalten sein.

Die Impfstoffvorräte Deutschlands werden jedoch nicht ausreichen, um wirklich alle Menschen gegen die Influenza impfen zu können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch Instituts empfiehlt daher auch weiterhin vornehmlich Menschen mit Grunderkrankungen (z.B. schweres Asthma, Herzerkrankungen, Immunerkrankungen) sowie mit beruflich bedingt erhöhtem Risiko zu impfen.

Wir impfen entsprechend den offiziellen Empfehlungen und Leitlinien. Wir wollen darüber hinaus versuchen, jeder Bitte nach einer Impfung nachzukommen. Wir können allerdings nicht versprechen, dass auch jeder Impfwunsch erfüllt werden kann.

Hohe Impfquote in Risikogruppen

In der kommenden Grippesaison ist es besonders wichtig, dass eine hohe Impf¬quote in den Risikogruppen erreicht wird, denn bei ihnen könnte die Grippe einen schweren Verlauf nehmen, einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen oder zu einer Verbreitung in Pflege- und Senioreneinrichtungen beitragen.

Die zurückliegende Grippe¬saison 2019/20 verlief um einige Wochen kürzer als sonst, auch die Zahl der Arztbesuche wegen Grippe wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) als moderat einge¬schätzt. Die zahlreichen Schutzmaßnahmen, die im Rahmen der Covid-19-Pandemie ergriffen worden waren, darunter Schulschließungen, hatten auch die Ausbreitung des Grippeerregers abgebremst.

In dieser Saison ist die Bereitschaft, sich gegen Grippe impfen zu lassen, hoch wie nie. Umfragen zufolge möchte jeder Zweite die Impfung haben. Laut dem RKI stehen zirka 28 Millionen Impfdosen zur Verfügung – für jeden zweiten in der Bevölkerung reicht das nicht. Es muss also gut abgewogen werden, wer die Impfung bekommen sollte und wer darauf verzichten kann.

Gut informiert fällt die Entscheidung leichter. Die offiziellen Empfehlungen stammen von der Ständigen Impfkommission (StiKo) und werden einmal jährlich im Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht.

Oktober und November bester Zeitpunkt für die Grippeimpfung

Grippeviren sind enorm wandlungsfähig. Daher prüft die Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr, welche Stämme vermutlich in der nächsten Saison zirkulieren, und gibt entsprechende Empfehlungen für die Impfstoffherstellung.

Die beste Zeit für die Impfung sind die Monate Oktober und November – danach dauert es noch 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Und normalerweise rollt die Grippewelle erst in den Wintermonaten richtig an.

Die StiKo sieht keine Gründe, dieses Jahr besonders frühzeitig zu beginnen. Eine Influenza-Impfung könne auch im späteren Verlauf der Saison noch sinnvoll sein.

Vierfach-Impfstoff gegen Grippe ist Standard

Inzwischen ist ein Vierfach-Impfstoff der Standard. Er enthält Bestandteile von je zwei Erregern der Grippeviren Influenza A und Influenza B. Der Vierfach-Impfstoff soll grundsätzlich einen besseren Schutz bieten als der früher übliche Dreifach-Impfstoff. Allergiker können einen Impfstoff erhalten, der nicht auf Hühnereiweiß basiert.

Einen generellen Anspruch auf die Grippeschutzimpfung haben Versicherte ab 60 Jahren, Menschen mit bestimmten Grund¬erkrankungen sowie Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Konkret: Wer sollte sich impfen lassen

• Menschen über 60 Jahre

• Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden (wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose)

• Menschen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten oder HIV (AIDS) -Infektion

• Bewohner von Alten- und Pflegeheimen

• Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel

Außerdem sollten sich alle Personen schützen, die durch Kontakt zu vielen Personen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben oder die gefährdete Personen in ihrem nahen Umfeld anstecken könnten: medizinisches Personal, Personal in Pflegeeinrichtungen und Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr (z.B. Busfahrer, Lehrer)

Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten die Grippeimpfung auch als Extraleistung an.

Nicht geimpft werden sollte:

Wer an einer fieberhaften Erkrankung (Temperatur über 38,5°C) oder einer akuten Infektion erkrankt ist, sollte erst etwa 2 Wochen nach Genesung geimpft werden.

Personen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß oder gegen andere Bestandteilen des Impfstoffs sollten mit den üblichen Impfstoffen nicht geimpft werden, weil diese produktionsbedingt Spuren von Hühnereiweiß enthalten.

Hygieneregeln: Auch zur Grippevorbeugung wichtig

Eine Grippe äußert sich mit erkältungsartigen, aber vergleichsweise heftigen Symptomen, beginnt plötzlich und dauert meist zwei bis drei Wochen. Wer vermutet, dass es ihn erwischt hat, sollte sicherheitshalber zum Arzt. Sich anzustecken, geht schnell. Die Viren werden meist durch Händeschütteln, häufig auch durch ungeschütztes Niesen und Husten verbreitet. Durch einfache Hygieneregeln, die auch zur Prävention vor Covid-19 empfohlen werden, lässt sich das Ansteckungsrisiko deutlich verringern:

• Häufiges Händewaschen. Waschen Sie die Hände immer, wenn Sie von draußen kommen, sowie vor dem Essen und dem Zubereiten von Speisen und nach dem Toilettengang – mit Seife, bei fließendem Wasser, 20 bis 30 Sekunden lang, auch zwischen den Fingern.

• Richtiges Husten und Niesen. Die Regel "Hand vor den Mund" ist überholt. Denn die Viren bleiben an der Hand haften und über¬tragen sich so schnell auf Gegenstände und Mitmenschen. Besser ist es, in den Ärmel beziehungsweise die Armbeuge oder in ein Einmal-Taschentuch zu niesen oder zu husten.

• Regelmäßiges Lüften. In geschlossenen Räumen kann die Zahl der Viren stark ansteigen. Dagegen hilft regel-mäßiges Lüften.

• Abstand halten, Maske tragen. Die derzeit im Alltag praktizierte AHA-Formel – Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske tragen – wirkt auch einer Infektion durch Influenzaviren entgegen.

Weitere Hygienetipps finden Sie unter www.infektionsschutz.de, einer gemeinsamen Aktion des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

 

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